gemeinsamer Tag - Thiem im Einzel und Doppel

03 Sep

Thiem, Murray, Djokovic, Wawrinka, Williams - alle an einem Tag!


Ein kleiner Auszug an Videos von den Plätzen:

Am Vorabend sahen wir online, dass der Spielplan feststand und Dominic Thiem die erste Partie heute am Grandstand spielen würde. Daher haben wir zugeschlagen und die Tickets gleich gekauft, um uns morgen vor Ort nicht erst anstellen zu müssen. Wir haben zwei Arthur-Ashe-Tickets für die Tagessession gekauft, da man mit diesen Tickets Zugang zu allen Plätzen hat. Leider hatten wir am Grandstand Tickets für general admission (first come, first serve), daher mussten wir zusehen, dass wir zeitig anreisen, um uns gute Plätze für Thiems Partie zu sichern. Das bedeutete, dass wir ziemlich früh aufstehen mussten, sehr zu unserem Leidwesen, aber was tut man nicht alles für eine gute Tennispartie!

 

Leider war das Spiel von Thiem nicht besonders beeindruckend - zumindest nicht von seiner Spielstärke her, da er nicht alles gezeigt hat, was möglich gewesen wäre, aber natürlich war es total beeindruckend, ihn einmal live bei den US Open spielen zu sehen, noch dazu, wo es sich um einen Landsmann handelt! Wir zitterten mit, da der Beginn nicht besonders gut war - Thiem machte viele Fehler und verlor den ersten Satz, hat sich aber im Laufe des Matches gefangen und besser gespielt. Er konnte das Match schließlich zu seinen Gunsten drehen und die Partie in vier Sätzen gewinnen. Zum Schluss nach verwertetem Matchball stimmten die Betreuer Thiems ein Happy Birthday an! :) Das Stadion ließ es sich daraufhin nicht nehmen, ebenfalls ein Happy Birthday für Dominic Thiem zu singen (siehe Video).

 

Später sahen wir am Ashe noch das Ende des Damenmatches, hier hat Serena Williams (Nr. 1 der Welt) gespielt und gewonnen. Obwohl wir nur noch ein paar Games am Ende der Partie gesehen haben, war es beeindruckend, die Nummer 1 der Welt einmal live spielen zu sehen.

 

Danach spielte Andy Murray gegen Paolo Lorenzi am Arthur Ashe, wir sahen uns hier aber nur den ersten Teil des Matches an. Murray spielte unglaublich locker und sehr beeindruckend, er konnte das Spiel am Ende auch in 4 Sätzen für sich entscheiden.

 

Am Gelände der US Open gibt es auch Trainingsplätze und eine eigene Anzeigetafel, auf der man nachlesen kann, wer auf welchem Platz zu welcher Zeit trainieren wird - so hatten wir die Gelegenheit, Novak Djokovic beim Training zuzusehen. Leider muss man sagen, dass es hier zu wenige Zuschauerplätze gibt, andererseits handelt es sich aber auch "nur" um Trainingsplätze.

 

Im Louis-Armstrong-Stadion hat dann Del Potro gegen Ferrer gespielt - hier war aber die Schlange an Menschen, die sich das Spiel ansehen wollten, so lange, dass man etwa 30 Minuten gebraucht hat, um tatsächlich ins Stadion zu gelangen. Hier haben die general-admission-Tickets ihren Nachteil deutlich gemacht, das Spiel war zu Ende, bevor wir ins Stadion gelangen konnten. Dafür konnten wir uns für die nachfolgende Partie Wawrinka gegen Evans einen guten Platz sichern - und außerdem haben wir unseren US-Open-Besuch verlängert, denn eigentlich hatten wir geplant gehabt, nach der Del-Potro-Partie zu gehen. Im Endeffekt sind wir sogar bis mitten in die Abendsession hinein geblieben. Der Vorteil an den Tickets ist, dass man bleiben kann, solange man möchte, nur kommt man in das Arthur-Ashe-Stadion nicht mehr hinein.

 

Nach einem Blick über die Anlage und die offenen Partien haben wir festgestellt, dass Dominic Thiem noch einmal spielt, und zwar im Doppel auf Court 11. Das ist ein kleinerer Platz, dort kann man direkt neben den Spielern sitzen und zuschauen. Thiem spielte gemeinsam mit Weissborn gegen Chardy und Groth. Leider waren die beiden unterlegen, obwohl sie im ersten Satz mit Break 5:4 vorne lagen und Thiem servierte. Dennoch haben sie in 2 Sätzen verloren. Es war beeindruckend, so nahe daneben zu sitzen. Man sollte es sich auf jeden Fall nicht entgehen lassen, eine Partie auf einem kleineren Platz anzusehen!

 

Nach diesem Spiel haben wir dann aber tatsächlich beschlossen, ins Hotel zurück zu fahren. Was für ein Tag!

Abend-Session - Arthur Ashe, 1. Reihe

31 Aug

Nadal im größten Tennis-Stadion vor meiner Nase, inklusive 1. Dachschließung


Ein paar Videos, wie dies von meinem Sitzplatz ausgesehen hat!

Angefangen hat dieser besondere Tag schon einige Tage davor beim Ticketkauf - zuerst war die Frage, ob wir gemeinsam hingehen oder nicht, und als geklärt war, dass ich mir die Abendsession alleine ansehen würde, machte ich mich online auf die Suche nach dem richtigen Ticket. Dabei hatte ich richtig Glück und konnte dem Budget entsprechend ein Ticket in der ersten Reihe erwerben. Direkt neben den Betreuern! Dort war genau noch dieser eine Platz wie für mich reserviert.

 

Anreise

Leicht nervös und voller Vorfreude machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Stadion. Schon von der Metro-Station aus konnte man das Arthur-Ashe-Stadion sehen, sodass man die riesigen Dimensionen davon schon von weitem erahnen konnten. Allerdings war auch die Dimension der sich bereits bildenden Warteschlange entsprechend riesig - zu unserem Glück mussten wir aber gar nicht so lange warten, denn mit meinem Ticket konnte man offiziell ab 18.00 Uhr hinein, die Tore wurden aber schon ca. 20 Minuten früher geöffnet. Hinzu kam, dass es zwei Warteschlangen gab - eine für die Personen mit Gepäck und eine für Personen ohne. Die Schlange ohne Gepäck war deutlich kürzer und da ich keine Handtasche oder ähnliches bei mir hatte, konnten wir uns dort anstellen. Nach dem Security Check war ich dann auch schon drin!

 

Der Besuch selbst

Mit meinem Ticket konnte ich zwar ab 18.00 Uhr hinein und auch den Arthur Ashe betreten (dieser hat innerhalb der Anlage der US Open noch einmal einen eigenen Eingang, an dem die Tickets kontrolliert werden), die Abendsession beginnt allerdings erst um 19.00 Uhr und außerdem mit einem Damenmatch. Mich hat aber erst die zweite Partie mehr interessiert, also nutzte ich die Gelegenheit, mich auf den anderen Plätzen und in den anderen Stadien umzusehen. Meine Vorfreude darauf, Nadal live spielen zu sehen, war schon riesig, trotzdem entschied ich mich wegen der Wartezeit dafür, mir auf Platz 17 die Begegnung zwischen Cilic und Stakhovsky anzusehen. Beeindruckend daran war vor allem die Tatsache, dass man am Platz 17 wie auf den anderen kleineren Plätzen freie Platzwahl hat und dort so gut wie direkt neben bzw. hinter den SpielerInnen sitzen kann. Das bringt schon eine ganz besondere Stimmung in das Zusehen.

Zwischendurch habe ich mir noch die Anlage und alle Plätze angesehen, bevor ich schließlich ziemlich zu Beginn des Damenmatches im Arthur Ashe landete. Gespielt hat Muguruza (Nr. 3 der Welt) gegen Sevastova, Muguruza hat aber nicht ganz so gut wie erwartet gespielt, sodass überraschend Sevastova gewann - zur Freude ihres Coaches neben mir. Gottseidank kein dritter Satz, so konnte die Partie von Nadal früher beginnen. Ich musste natürlich vorher noch bei den Souvenirs zuschlagen und habe mir ein T-Shirt und ein Handtuch gekauft, außerdem musste um teures Geld auch noch die Verpflegung für zwischendurch her.

 

Nadal

Dann war es endlich soweit! Nadal und Seppi betraten das Stadion und wurden mit frenetischem Jubel begrüßt. Da ich in der ersten Reihe saß, war es für mich unglaublich beeindruckend, diese Tennisgrößen und vor allem Nadal so nahe vor mir zu sehen. Ich konnte es die ganze Zeit über eigentlich kaum glauben, wie nahe ich Nadal war. Nach unzähligen Fotos und Videos (ich habe an diesem Abend etwa 700 Fotos gemacht ...) begann es plötzlich zu tröpfeln. Sehr schnell schrie das ganze Stadion "Roof! Roof! Roof!" - das Arthur Ashe Stadion hat seit heuer nämlich ein Dach, welches innerhalb von 7 Minuten geschlossen werden kann, und da es so neu ist, war das bisher noch nie passiert. Ein historischer Moment! Allerdings mussten wir uns noch einige Zeit lang gedulden, da die Entscheidung, ob das Dach tatsächlich geschlossen werden soll oder nicht, wohl nicht so einfach zu fällen gewesen ist, aber letzten Endes kam tatsächlich die Durchsage, dass das Spiel zur Schließung des Daches unterbrochen wird. Die Zuseher (und ich auch) jubelten! 7 Minuten später kam noch einmal ein tosender Applaus, als das Dach tatsächlich zu war und das Spiel fortgesetzt werden konnte.

Leider war Nadal wie erwartet zu überlegen, sodass die Partie nach drei Sätzen auch schon vorüber war. Nur der zweite Satz war etwas länger, die anderen beiden konnte Nadal eindeutig dominieren. Beim Interview im Anschluss an das Spiel war dann die erste Frage natürlich, wie es für ihn war, als erster Spieler bei geschlossenem Dach zu spielen und zu gewinnen ...

 

Danach machte ich mich auf den Heimweg mit der überaus vollbesetzten Metro und von Manhattan aus dann mit dem Taxi ins Hotel, wo meine Frau, die wachgeblieben war, auf mich wartete. Ein unvergesslicher Abend!