Bei Nacht noch beeindruckender!
Wir hatten das Rockefeller Center ja untertags schon einmal besichtigt, da wir an diesem Tag aber ohnehin lange unterwegs waren und es schon dunkel wurde, beschlossen wir, uns die Aussicht auch bei Nacht anzusehen. Unglücklicherweise beschlossen wir, vom Empire State Building aus zu Fuß über die 5th Avenue hinaufzuspazieren (ca. 30 Minuten Fußweg), dabei haben wir das eine oder andere Geschäft aufgesucht und waren am Ende um ein paar mickrige Dollars leichter …
Jedenfalls mussten wir uns beim Kartenkauf nicht einmal anstellen, da es hier zahlreiche Kassen und Automaten gibt, an denen man alles sehr schnell erledigen kann, und auch die Schlange beim Hinauffahren war nicht so lange. Das wird dort ziemlich gut geplant, man kauft das Ticket für eine bestimmte Uhrzeit, während derer man hinauffahren darf, und die lassen dort auch sonst niemanden hinein, wenn die Uhrzeit nicht passt. Es darf auch keine Schlange verfrüht gebildet werden, die Leute müssen weggehen und den Weg freihalten, wenn sie nicht gerade tatsächlich an der Reihe sind. Allerdings ist die Schlange beim Hinunterfahren dafür richtig lang und man kann sich ziemlich lange anstellen – es gibt zwar mehrere Lifte hinauf und hinunter und auch beim Runterfahren ist alles sehr gut durchgeplant, aber scheinbar wollen einfach viel mehr Leute hinunter als hinauf (ein Mysterium! J).
Oben wird man aber für die Strapazen entlohnt, schon im Lift erlebt man eine kleine Lightshow und man braucht auch nur einige Sekunden von der Erde bis in den 68. Stock, man kann dabei durch die Glasdecke zuschauen, wie man dem Oberdeck immer näherkommt – nicht für jeden geeignet, aber man muss ja nicht zuschauen. Der Ausblick bei Nacht ist dann wirklich überwältigend, man überblickt die Skyline von New York, sieht all die beleuchteten Gebäude und das Empire State Building in den Farben rot, weiß und blau. Wir haben dann einen Wärter gefragt, was die Farben bedeuten – es sind die Farben der amerikanischen Flagge, eigentlich logisch, aber wenn man das Empire State Building so sieht, schaut es schon so aus, als hätten sie Frankreich damit die Ehre erwiesen – aber wie es der Wärter so schön formulierte, die Amerikaner haben eben von allen ein bisschen was und nur wenig eigenes. ;)
Riesige Grünfläche mitten in New York.
Theoretisch gäbe es ja die Möglichkeit, den Central Park zu Fuß (sehr viele schöne Wanderwege) oder mit dem Rad (Ausleihen an vielen Ecken möglich) zu erkunden. Wenn man aber wie wir seit Wochen unterwegs ist, kann man es durchaus auch auf die gemütliche Weise angehen, den nächsten Rikscha-Fahrer aufhalten und sich bequem durchchauffieren lassen. Der Unsrige hatte sogar das Rad mit eingebautem Motor. J Der Vorteil an einer Rikscha-Fahrt ist außerdem, dass der Fahrer einem diverse Fun Facts und Informationen über den Central Park mitliefert, beispielsweise erfährt man, wer Appartements in welchen Hochhäusern rund um den Park hat, an welcher Stelle welche Filme gedreht wurden, warum manche der Statuen dort stehen und was sie bedeuten und dass man, um Mitglied im (an diesem Tag sehr gut gefüllten) Golfclub zu werden, über 50 Jahre alt und Millionär sein muss und nur weiß gekleidet sein darf. Außerdem konnten wir live miterleben, dass der Park sehr gerne als Kulisse für Hochzeitsfotos dient, wir haben mehrere Paare gesehen, die gerade beim Fotografieren waren.
Wenn man den Park zu Fuß in Angriff nimmt, kommt er einem wirklich riesig vor, mit dem Rad waren wir dann trotz diverser Foto- und Informationsstopps in einer Dreiviertelstunde durch. Im Übrigen haben wir auch nicht gleich den ersten Rikscha-Fahrer genommen – obwohl die theoretisch alle offiziell sind und mit Plakette herumfahren, macht jeder seinen eigenen Preis und man kann verhandeln.
Star Trek Convention zum 50-Jahr-Jubliäum.
Zufällig haben wir über eine Werbetafel in der U-Bahn gesehen, dass an diesem Wochenende auch die Star Trek Convention in New York stattfindet! Und es gab auch noch Tickets! Daher sind wir am Sonntag hingefahren und haben uns in das Kostüm-Getümmel gestürzt. Das Angebot war eigentlich ganz umfangreich, es gab eine sehr große Ausstellungshalle mit vielen Shops wie auf einer Messe, wo man vom Kostüm über Figuren und Abzeichen bis zu Büchern und Spielen alles zum Thema Star Trek erhalten konnte. Die meisten Shops hatten ihr meistes Inventar bereits verkauft, da die Convention schon seit Freitag lief, es war aber trotzdem noch genug da.
Weitere Angebote waren Fotomöglichkeiten mit verschiedenen (ehemaligen) Stars des Star-Trek-Universums wie etwa mit William Shatner, allerdings war die sich anstellende Schlange dafür so unendlich wie das Universum und für die 10 Sekunden Foto durfte man je nach Person bis zu 80 Dollar bezahlen – haben wir ausgelassen. Selbst für die Autogramme musste man sich ewig anstellen und auch hier bis zu fast 90 Dollar bezahlen, wenn man ein Foto oder sonst etwas unterschreiben lassen wollte. Und das, obwohl man nur genau die Zeit mit dem Schauspieler oder der Schauspielerin hatte, die die Person fürs Unterschreiben benötigt. Massenabfertigung auf neuem Niveau, und dazu noch Abzocke, nichts für uns, so viel kann kein Foto oder keine Unterschrift wert sein.
Ansonsten hätte man noch Vorträge besuchen können, die sich mit verschiedenen wissenschaftlichen Themen zum Weltall oder auch zu Themen wie Mode im Star-Trek-Universum beschäftigten, das war aber für uns auch nicht sonderlich interessant. Einen Kostümwettbewerb gab es ebenfalls.
Insgesamt: Ein paar Gadgets gekauft und wieder gegangen.
Ein Zeichen für die Freiheit.
Uns wurde im Hotel empfohlen, dass wir uns die Freiheitsstatue nicht wie der übliche Tourist von der Manhattan-Seite her ansehen (man fährt ja mit der Fähre hinüber), sondern von der Anlegestelle in New Jersey aus, weil dort nicht so viele Leute warten – genau so war es auch, es war wirklich ein Vorteil, von New Jersey zu kommen und sich nicht eine Minute lang anstellen zu müssen. Außerdem hatten wir das Glück, dass die nächste Fähre gerade genau auf uns gewartet zu haben schien. Allerdings ist die Anlegestelle hier etwas schwerer erreichbar, zu Fuß (wie wir es gemacht haben) kann man das nicht empfehlen, das sind einige Kilometer … Am besten fährt man von der Metrostation aus mit dem Bus oder Taxi hin.
Beim Erwerb des Tickets kauft man automatisch den Audioguide dazu, der auch in Deutsch erhältlich ist und viele sehr interessante Informationen bringt, wir haben ihn uns allerdings nicht ganz angehört, weil das Material ziemlich umfangreich ist und wir schneller unterwegs waren als die Leitung durch den Audioguide vorgibt. Man geht vor Ort einen Rundweg um die Statue herum – es bestünde auch die Möglichkeit, das Museum im Inneren zu besichtigen, allerdings sind die Tickets dafür zusätzlich zu erwerben und waren am Tag, als wir dort waren, bereits ausverkauft. Auf dem Weg zur Freiheitsstatue hält die Fähre aber noch in Ellis Island, hier kann man das Immigration Museum besichtigen, wir haben das aber ausgelassen.
Fazit des Besuchs der Freiheitsstatue: Sie ist winzig! Man kennt sie auch von Bildern und aus dem Fernsehen, wenn man dann aber real vor ihr steht, geht sie vor der Skyline New Yorks fast ein wenig unter.
Herzklopfen für Trekkies.
Unglaublicherweise gibt es seit kurzem eine Star Trek Exhibition im Intrepid Museum! Natürlich konnten wir gar nicht anders, als uns diese anzusehen!
Die Ausstellung ist so aufgebaut wie die Star Wars Ausstellung, die vor kurzem ihre Runden durch die verschiedenen Länder gezogen hat – man bekommt beim Betreten des Gebäudes eine Armbanduhr und hat während der Ausstellung immer wieder die Möglichkeit, interaktive Aufgaben zu bewältigen – etwa muss man verletzte Klingonen behandeln oder Klingonisch sprechen, taktische Strategien umsetzen, zum Kobayashi Maru antreten oder verschiedene Fragen aus verschiedenen Bereichen beantworten. Das führt dazu, dass man die Ausstellung, die nebenbei auch noch zu sehen ist und in wahrscheinlich einer halben Stunde zu erledigen wäre, erst nach frühestens zwei Stunden wieder verlässt – allerdings um viele Erfahrungen und ein Video, in welchem man weggebeamt wird, reicher. Alles wird einem anschließend per E-Mail zugeschickt, und zwar tatsächlich direkt danach. Für einen wahren Trekkie der Wahnsinn, vor allem deshalb, weil sich die Ausstellung so gut wie ausschließlich mit der Classic-Serie beschäftigt (die Ausstellung entstand ja auch zum 50-Jahr-Jubiläum der Serie). Am Ende landet man dann noch im zwar kleinen, aber trotzdem paradiesischen Souvenirshop, was wünscht man sich mehr?
Dass man im Intrepid Museum eigentlich auch noch die Intrepid selbst, das Spaceshuttle und diverse Kampfflieger besichtigen kann, geht nebenbei für einen Trekkie etwas unter. Dabei ist vor allem die Intrepid (ein Flugzeugträger) sehr interessant, man kann sich die Decks ansehen, hat mit dem Audioguide sehr interessante und zum Teil lustige Zusatzgeschichten zur Arbeit auf einem solchen Schiff und auch der Bereich, der sich mit dem Weltraum beschäftigt, ist wirklich interessant (für diesen muss man aber extra bezahlen!). Wir waren allerdings nach der Star Trek-Ausstellung etwas müde und haben uns daher nicht mehr wirklich viel vom Rest angesehen. Wenn man sich aber mehr für die anderen Dinge interessiert, kann man definitiv auch hier Stunden verbringen!
Sehr berührend.
Das neue World Trade Center, das nun eigentlich aus vier Gebäuden besteht, war mit Sicherheit der Ort, der uns in New York am meisten berührt hat, nicht umsonst stehen in den Museen dort an jeder Ecke Taschentücher zur freien Entnahme. Wir haben im Museum begonnen, das gegenüber des Memorial-Platzes Gegenstände und Erinnerungen an die Verstorbenen bewahrt, das war wirklich heftig, danach haben wir uns den ehemaligen Standort der beiden Türme angesehen. Heute stehen die neuen Gebäude rundherum, in der Mitte des Platzes gibt es zwei große „Pools“, Brunnen oder Wasserstellen, die den ehemaligen Grundriss der ursprünglichen Türme befüllen. So sieht man, wo das World Trade Center ursprünglich gestanden hatte. Rund um das Wasser gibt es eine Einfassung aus Stein, in welche die Namen der Opfer eingelassen sind – an ihren Geburtstagen werden weiße oder rote Rosen zu den Namen gesteckt, wir haben einige davon gesehen. Auch hier gibt es ein Museum, dieses ist unterirdisch und wirklich groß, wir haben uns nur einen Teil davon angesehen – erstens aufgrund der mangelnden Zeit, die wir an diesem Tag hatten, weil noch die Abend-Session der US Open am Programm stand, zweitens aber auch deswegen, weil man dort ohnehin in eine komplett depressive Stimmung verfällt. Noch dazu gibt es die Möglichkeit, Führung mit Überlebenden zu machen … Uns war das alles ein bisschen zu viel.
Viel zu sehen!
Wir hatten nach dem Rockefeller Center noch Zeit, daher überlegten wir, was wir heute noch machen sollten, und entschlossen uns für das Metropolitan Museum of Arts – wie die meisten anderen Sehenswürdigkeiten und Museen schließt aber auch dieses zwischen 17.00 Uhr und 18.00 Uhr. Leider war es jetzt schon 15.30 Uhr, was uns nicht viel Zeit ließ, dankenswerterweise wusste Google aber, was man dort unbedingt sehen musste, und aufgrund eines gut strukturierten Lageplans des Museums konnten wir unseren Weg zu den uns wichtigen Fotopunkten schnell durchplanen. Die nette Dame am Eingang des Museums, die uns die Eintrittskarten gab, fragte uns zwar etwas verunsichert, ob wir eh wüssten, dass sie um 17.30 Uhr schließen, ja, wir sind eben Kunstbanausen.
Im Met haben wir alles gesehen, was wir sehen wollten, auch wenn es in den ca. 1,5 Stunden, die wir dort verbracht haben, schon etwas stressig war. Sicherlich wäre es empfehlenswert, dort mehr Zeit zu verbringen und die Kunstwerke auch auf sich wirken zu lassen. Insgesamt kann man aber feststellen, dass man auch mit wenig Zeit sehen kann, was man sehen will.
Wunderschöne Aussicht.
Vom Rockefeller Center aus hat man einen schönen Blick auf das Empire State Buildung und auf den Central Park auf der anderen Seite. Leider haben wir es verabsäumt, uns rechtzeitig zu informieren, sodass uns erst oben klar wurde, dass man mit dem New York Pass nur einmal auf die Sehenswürdigkeit hinaufkommt und wir eigentlich lieber in der Nacht da gewesen wären … Das bedeutet, dass wir für den nächtlichen Besuch extra zahlen mussten.
Der Ausblick ist wirklich schön, hier war es allerdings zeitweise recht windig. Außerdem mussten wir uns für das Verlassen länger beim Lift nach unten anstellen als für das Hinauffahren … Und günstigerweise wird man direkt im Souvenirshop entlassen … Insgesamt zahlt sich das Rockefeller Center mehr aus als das Empire State Building, weil man hier einen besseren Blick auf die Umgebung hat.
Lange das höchste Gebäude der Welt.
Am ersten Tag nach der Anreise machten wir uns auf eine Erkundungstour und sind gleich mal an der richtigen U-Bahn-Karte gescheitert – erstens nimmt der Automat nur Bargeld, zweitens wussten wir nicht, welche Karte wir überhaupt brauchten … Naja, immerhin gibt es hier ja überall freundliche Menschen, die dafür bezahlt werden, an jeder Ecke herumzustehen und einem weiterzuhelfen (im Einkaufszentrum des neuen World Trade Centers beispielsweise steht ungefähr vor jedem Shop ein Informationsmensch!!!). Wir konnten also unser Ticket erwerben und Richtung New York fahren, wo wir uns dann auch für die New Yorker Metro eine Wochenkarte gekauft haben.
Eines war uns zu diesem Zeitpunkt bereits klar: Never ever ein Hotel außerhalb von Manhattan nehmen! Der Aufwand, um in die Stadt zu kommen, ist eindeutig zu groß, auch wenn man in einer halben Stunde da ist.
Wir sahen dann zufällig, dass wir direkt vor dem Empire State Building ausgestiegen waren, kauften den New York Pass (absolut empfehlenswert!) und machten uns gleich einmal auf, das Gebäude zu erkunden. Man kann mit dem New York Pass die Warteschlange umgehen und wenn man ausreichend viele inkludierte Sehenswürdigkeiten besucht, zahlt sich der Pass wirklich total aus.
Vom Empire State Building aus konnten wir dann das Rockefeller Center sehen – also dort auch gleich hinauf, wenn wir schon einmal da sind!
Karibikfeeling pur.
Nachdem wir nun schon zwei Tage hier im All-inclusive-Hotel mit so gut wie keiner Aktivität verbracht haben, wars für uns dringend an der Zeit, wieder etwas Sightseeing zu betreiben - das am Strand Herumliegen ist uns wirklich zu langweilig!!! Also machten wir uns auf den Weg, um die Insel Cozumel zu besuchen. Dort hat es uns zwar letzten Endes wieder an den Strand verschlagen, aber immerhin waren wir etwas unterwegs!
Der Weg auf die Insel führt (logischerweise) nur übers Boot, wir haben uns hier vom ersten Anbieter überzeugen lassen und die Tickets gekauft. Übrigens gestern schon, uns war die Herumliegerei am Strand nämlich gestern schon zu fad, daher waren wir da schon kurz in der Stadt Playa del Carmen unterwegs und haben über einen Paketdienst einen Rucksack mit nicht mehr benötigter Kleidung (10,5 Kilogramm) nach Hause geschickt. Glauben wir zumindest - es wird sich zeigen, ob das jemals ankommt ... Immerhin hat man uns dafür teures Geld abgeknöpft, aber immer noch billiger, als wenn wir ein zusätzliches Gepäckstück im Flieger eingecheckt hätten. Dabei haben wir eigentlich gar nicht so viele Souvenirs gekauft, seltsame Sache ... Muss wohl an dem Phänomen liegen, dass man beim Heimfliegen einfach nicht mehr alles so in den Koffer bekommt wie beim ursprünglichen Packen.
Jedenfalls hat uns das Boot in einer ca. halbstündigen Überfahrt gut nach Cozumel gebracht, dort gings dann erst einmal zu Fuß weiter (keine gute Idee bei der Hitze), letzten Endes sind wir im Taxi gelandet und haben uns zum Strand bringen lassen. Mit Taxis sind wir auf der Insel mehrmals herumgefahren, jedes Mal ein anderer Preis, und auf jeden Fall in Pesos zahlen, die bescheißen einen ordentlich mit der Dollar-Umrechnung!
Es gibt dort verschiedene öffentliche Strände, an manchen bezahlt man nichts, an manchen schon - wir haben uns für den Paradise Beach entschieden, hier bezahlt man 3 amerikanische Dollar pro Person, kann dafür die dortigen Liegen und auch einen großen Pool usw. nützen, außerdem gibt es einen umfangreichen sehr lustigen Wasserpark im Meer verankert (Rutschen, Klettergerüste, ...), aber man hat einen Mindestkonsumationszwang von 10 amerikanischen Dollar (insgesamt). Macht aber nichts, es gibt einen eigenen Kellner für jeden Liegenabschnitt und die Getränke waren ziemlich gut. Auch hier muss man sich echt darum kümmern, dass man nicht ums Ohr gehauen wird, die verrechnen nämlich, auch wenn man in Pesos bezahlt, den Dollarpreis und rechnen diesen in Pesos um, anstatt den auf der Karte angegebenen Pesos-Preis zu verrechnen (der Unterschied beträgt einige Pesos, also nur um die 50 Euro-Cent, aber hier geht es ums Prinzip!). Wenn man das weiß, steigt man überall besser aus, genauso bei Souvenirs, und beim Taxi hat man in Pesos sicherlich auch einen besseren Preis. Übrigens schwankt der Umrechnungskurs von Pesos in US-Dollar zwischen 13 und 18 Pesos für 1 US-Dollar ...
Die Fahrt später zurück nach Playa del Carmen war mit dem Boot etwas abenteuerlich, erst mussten wir laufen, um es noch zu erwischen, sie haben extra für uns noch einmal die Absperrung geöffnet, und dann war es ein kleineres Boot als bei der Hinfahrt und der Wellengang war höher, außerdem hatten wir wohl einen leichten Sonnenstich, insgesamt eine sehr anstrengende 30-Minuten-Fahrt, nach der wir schweißgebadet waren ... Dafür haben wir fürs Parken nur knappe 100 Pesos (5 Euro) für 7 Stunden bezahlt!
Mit dem eigenen Auto zu fahren hat insgesamt einige Vorteile, vor allem erspart man sich den Shuttle-Bus von Hotel zu Flughafen und umgekehrt, außerdem ist man unabhängig. Allerdings haben wir auch während der Fahrt immer alle Türen zugesperrt ... Und hier zu fahren kann man bestenfalls noch als abenteuerlich bezeichnen, will man beispielsweise nach links abbiegen, wartet man nicht etwa, bis die Straße frei ist, sondern fährt einfach mal ungeniert bis in die Straßenmitte und wartet dort ... Bei der Straße von Playa del Carmen zu unserem Hotel haben wir nach ca. 5x Befahren bis jetzt nicht herausgefunden, ob sie eigentlich 2- oder 3-spurig ist ... Geschwindigkeitsbeschränkungen sind nur Vorschläge ... Bei uns säße man vermutlich im Hefn, wenn man so fahren würde ... :) Selbst die Polizei fährt bei einer Beschränkung von 40 km/h mindestens 80 km/h!
Insgesamt hatten wir einen total schönen Tag, das Meer war richtig türkis, warm und mit Sicht bis auf den Boden - ganz so, wie man sich eben die Karibik vorstellt!
Wäre eigentlich schön, ist aber desillusionierend.
Eigentlich war Chichen Itza der einzige Grund, warum wir auch noch nach Mexiko weitergeflogen sind - wenn wir schon mal in der Nähe sind. Leider muss man sagen, dass hier wirklich wenig vom alten Flair der Maya-Stätten übrig ist - die Ruinen sind zwar wunderschön, aber rundherum stehen unglaublich viele Marktstanderl mit Souvenirs und diversem anderem Zeug, man wird ständig von der Seite angesprochen ("What do you like, my friend? Best price!") und rundherum von Kommerz zugedröhnt. Wirklich schade um das historische Kulturgut, wir waren regelrecht schockiert, was man hier daraus gemacht hat. Schon am Eingang mussten wir uns übrigens fast eine dreiviertel Stunde lang anstellen, um zum Ticketverkauf vorzudringend, da trotz der Besuchermassen von den drei Kassen zeitweise nur eine besetzt war ...
Unser Fazit: Nicht empfehlenswert.
Da mögen sich noch so viele Legenden und Mythen um die zur Tag-und-Nacht-Gleiche erscheinende Schlangengottheit Quetzalcoatl auf den Stufen der großen Pyramide El Castillo ranken, wir waren vom Drumherum zu sehr enttäuscht, als dass wir den Aufenthalt dort hätten genießen können. Kein Vergleich zu Uxmal! Allerdings wären wir wohl auch hingefahren, wenn man uns das vorher gesagt hätte - wie verrückt das dort wirklich ist, glaubt man nämlich erst, wenn man es mit eigenen Augen sieht.
Die ganze Story der Kakaobohne!
Direkt gegenüber von der archäologischen Stätte Uxmal auf der anderen Straßenseite befindet sich das Kakaobohnen-Museum. Hier kann man unter dem Titel "Choco Story" alles über die Herkunft und Geschichte der Kakaobohne und ihrer Kulturalisierung erfahren. Außerdem erfährt man auch, wie sie verarbeitet und zu Kakao bzw. Schokolade verarbeitet wird (man darf sogar kosten!!!) und ist Teil einer traditionellen Maya-Regentanz-Zeremonie ... Das unscheinbare Äußere versteckt einen sehr umfangreichen Park und sehr viel überraschende Information! Ein echter Geheimtipp daher.
Man geht durch einen Park, der wirklich schön gestaltet ist, allerdings auf einem abgegrenzten Weg, um die scheinbar traditionellen Pflanzen nicht zu beschädigen. Die Pflanzen haben alle etwas mit der Kultur der Maya zu tun, entweder, weil sie als Medizin, Nahrung oder als Teil der Kakaoherstellung und so weiter verwendet wurden / werden. In einzelnen kleinen Holzhäusern findet man dann immer wieder am Weg Teile der Ausstellung, die man sich dann ansehen kann, dabei kommt man eben einmal an der Regenzeremonie vorbei, die alle 20 Minuten beginnt (wahrscheinlich de facto dann, wenn Leute da sind, denn wir waren gemeinsam mit einer anderen Familie zu dieser Zeit die einzigen Besucher und es war fast so, als hätten die Darsteller der Zeremonie nur auf uns gewartet) und sehr schön gestaltet ist (mit Gesang, Trommeln und Muscheln als Blasinstrumente) und ein anderes Mal an dem Haus, in dem die Kakaobohne zum Schokoladegetränk verarbeitet wird. Hier konnten wir das originale Maya-Rezept probieren, diese mischten nämlich als Geschmacksträger in die eigentlich bittere Flüssigkeit Pfeffer und Chili, weil sie keinen Zucker kannten. Sehr interessant! Außerdem gibt es hier Gehege mit Affen, Rehen und zwei Leoparden, die laut Informationstafel hier nicht als Zootiere gehalten werden, sondern vielmehr soll es sich um ein Refugium für verstoßene oder missbrauchte Tiere handeln, die in der freien Wildbahn keine Überlebenschance hätten und deshalb hier gepflegt werden. Naja.
Am Ende kann man noch ein Cafe besuchen oder die fertigen Schokoladeprodukte in vielfältiger Form direkt im Shop kaufen. Parken ist hier gratis! Wenn wir das gewusst hätten, wären wir den kurzen Weg zu Uxmal hinüber sicherlich zu Fuß gegangen.
Unglaublich beeindruckende Maya-Ausgrabungsstätte.
Hier herzukommen war ja nicht unbedingt leicht, nachdem wir erst mal für ein paar Stunden am Flughafen in Los Angeles festgesessen sind, weil die Lehne des Stuhls des ersten Offiziers gebrochen war und erst getauscht werden musste ... Daher erst mit einigen Stunden Verspätung in Mexiko gelandet - aber dafür in Uxmal absolut entschädigt worden!
Die Mayastätte in Uxmal ist unglaublich beeindruckend. Wir sind von Merida aus losgefahren, schon ab dort ist die Stätte auf den Straßen ausgesprochen gut ausgeschildert (wie auch andere historische Stätten), man findet auch ohne Navigation (obwohl wir sie gehabt hätten) sehr leicht hin. Die Straßenverhältnisse sind auch sehr gut, man sollte aber Städte bzw. Ortschaften umfahren, wie es die Beschilderung zu der Stätte ohnehin anbietet (das Navi fährt mittendurch, weil es die gerade Strecke wäre, das sollte man sich aber nicht antun ...). Autofahren in Mexiko ist also auf den größeren Straßen überhaupt kein Problem, in der Stadt ist es das reine Chaos - abgesehen davon, dass es oft kreuz und quer geht (und man sich mehrmals die Frage stellt: Darf man das???), wird man ständig angehupt (weil man sich scheinbar als einziger an die Verkehrsregeln hält ...) und erzeugt insgesamt ziemlichen inneren Stress. Außerdem wurden wir schon zweimal bei Verkehrskontrollen, die es hier scheinbar ständig routinemäßig gibt, aufgehalten, da wir aber Europäer sind, hat man uns gleich weitergewunken (allerdings erst nach der Frage: Americano?).
Aber zurück zu Uxmal. Die Stätte ist unglaublich schön, man bezahlt für den Eintritt allerdings eine echte Stange Geld (Parkplatzgebühren + Eintritt + Kulturbeitrag). Wenn man es endlich bis hinein geschafft hat, wird man aber dafür entlohnt - schon der Anblick der ersten Pyramide gleich am Eingang in den Park ist so beeindruckend, dass man den Rest der Welt ohnehin vergisst. Verschiedene ausgeschilderte Wege führen um die Pyramiden und Ruinen herum und mittendurch, man kann aber auch die eigentlichen Wege verlassen und selbst auf Entdeckungstour gehen. Die Wege sind ohnehin nicht sonderlich gekennzeichnet, meistens findet man Wiese vor und die Ruinen selbst haben verschiedene Eingänge, man muss sich nicht an den Standard-Weg halten. Die meisten Ruinen darf man betreten bzw. besteigen, wenn das nicht erlaubt ist, befindet sich ein Absperrband drumherum - allerdings gibt es nirgendwo Aufseher oder ähnliches, die sich tatsächlich darum kümmern würden, ob man sich daran hält (wir haben es aber nicht ausprobiert!). Es wird darum gebeten, die Stätten zu respektieren, was dazu führt, dass es sich hier um eine nahezu sauberen Park handelt, in dem nur wenig Müll herumliegt, was ja in den Städten definitiv nicht der Fall ist.
Erstaunlicherweise waren kaum Leute hier, wir haben eigentlich damit gerechnet, dass hier mehr Touristen herumlaufen. Andererseits ist die Stätte nicht so bekannt wie beispielsweise Chichen Itza - diese steht noch auf unserem Programm und soll viel mehr überlaufen sein.
Interessant ist auch, dass die große Pyramide (die man auf eigene Gefahr auch besteigen darf) nur auf einer Seite renoviert ist, die anderen Seiten liegen (noch) unrestauriert im Dschungel unter Bewuchs verborgen. Hier sieht man, wie die Stätte eigentlich aussehen würde, wenn sie nicht archäologisch aufgearbeitet wäre - mehr als ein Haufen Steine ist von der Pyramide an ihren Seiten nicht erkennbar. Interessante Sache, außerdem ist Uxmal Teil des Unesco Welterbes! Der Besuch zahlt sich ingesamt definitiv aus!!!
Sonne, Strand und das Ende der Route 66.
Wir waren am Venice Beach, also mussten wir auch an den Santa Monica Beach, immerhin ist der gleich daneben und noch bekannter ... Hier ist es etwas weniger chaotisch als am Venice Beach, die Einkaufsmeile ist nicht so extrem, sie geht eigentlich nur auf den Pier hinaus. Dafür gibt es hier aber einen Vergnügungspark mit Achterbahn und allem, was man sich so vorstellen kann - und zwar nicht irgendwo, sondern direkt am Steg, der aufs Meer hinausführt. Eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, dass die Route 66 hier endet. Der Strand selbst wirkt etwas ordentlicher, auch eine Gedenkstätte bzw. ein Mahnmal für die in den von Amerika geführten Kriegen gefallenen Soldaten findet sich hier. Interessanter Ort. Erstaunlicherweise haben wir auch so günstig wie niemals zuvor in einem Parkhaus gleich ums Eck geparkt, das hat uns selbst ziemlich verwundert.
Kostenloser Ausblick auf Stadt und Sterne.
Das Griffith Observatory liegt eigentlich gleich ums Eck des Walk of Fames, daher kann man es gleich mitmachen, wenn man schon mal hier ist. Man fährt nur ein Stück die Hollywood Hills hinauf und hat gleichzeitig auch einen schönen Blick auf das Hollywood Sign - für uns hat das bedeutet, dass unsere Amerika-Reise dort geendet hat, wo sie auch begonnen hat, ein schöner Bogen. Allerdings: Die Parksituation ist zwar nicht schlecht, die Anwanderungsreise dann allerdings je nach Parkplatz schon. Wir standen so weit weg vom eigentlich Observatorium, dass wir einen relativ weiten Weg dorthin hatten, der auch noch steil nach oben ging, dabei wollten wir einfach ein Observatorium besichtigen ... Immerhin ist das Parken kostenlos.
Für das Observatory selbst sollte man sich wirklich gute zwei Stunden Zeit nehmen. Nicht nur, dass es sich dort um einen schönen Aussichtspunkt auf das Hollywood Sign und auf Los Angeles handelt, man kann auch die Ausstellung im Observatorium selbst besuchen, und zwar völlig kostenlos!!! Die Ausstellung ist wirklich gut gemacht und sehr umfangreich, uns hat sie sehr gut gefallen. Kosten würde nur ein Blick bzw. eine Führung durch das eigentliche Observatorium etwas. Wir haben das nicht mehr gemacht, das wäre wohl vor allem abends interessant und da gibt es auch spezielle Angebote, über die wir uns aber nicht informiert haben.
Übrigens: Man kann hier Meteoritengestein und alles Mögliche kaufen (um seeeehr teures Geld!), coole Sache, wenn man ein Liebhaber ist!
Unter Stars und Sternchen ...
Der Klassiker! Unter vielen, vielen Touristen waren auch wir welche, die ihren Lieblingsschauspieler am Boden gesucht haben - bei der zahlreichen Menge an Sternen keine leichte Angelegenheit, wenn man sich nicht vorher informiert, wo man ungefähr suchen soll (angeblich soll es Lagepläne und so weiter geben). Der Walk of Fame besteht nicht nur aus den Hand- und Fußabdrücken mit ein paar Sternen drumherum, sondern ist ein mehrere Straßen umfassendes umfangreiches Netz mit unglaublich vielen Sternen. Hier werden nicht nur SchauspielerInnen, sondern auch MusikerInnen, ProduzentInnen, Fantasiefiguren wie Godzilla usw. und alles mögliche andere verewigt. Nach welchem System die Ordnung hier aufgebaut ist, haben wir nicht durchschaut. Die Hand- und Fußabdrücke findet man jedenfalls vor dem TCL Chinese Theatre am Hollywood Boulevard, wir haben ums Eck gratis geparkt, eigentlich unglaublich für mitten in Hollywood. Für ein paar gute menschenleere Fotos braucht man allerdings einiges an Geduld.
Urlaubsfeeling und venezianischer Flair in Los Angeles!
Natürlich muss man sich den Venice Beach ansehen, wenn man als ÖsterreicherIn nach Los Angeles kommt, immerhin hat unser lieber Arnie hier doch immer trainiert! Den Muscle Beach gibt es hier nach wie vor und die dort anzutreffenden Herren der Schöpfung können sich sehen lassen, wenn man auf Bodybuilding steht. Aber auch für andere Interessen hat man hier allerlei Angebote, angefangen vom Basketballplatz über die Shoppingmeile bis hin zur Freak Show. Der Strand selbst ist ziemlich überfüllt, nicht gerade sehr sauber, aber für Einheimische sicherlich ein vielfrequentiertes Plätzchen. Gleich nebenan kann man den Venice Canals Walkway gehen, dieser schöne Spazierweg führt durch ein Wohnviertel, das Venedig nachempfunden ist. Sehr vornehm, da kann man sich schon vorstellen, hier zu leben!
Erstaunlich beeindruckend - und wird seinem Namen gerecht!
OMG!
Die Gegend dort ist zu unserem Erstaunen wirklich beeindruckend. Man fährt herum (bloß nicht das Auto verlassen!) und kommt an so vielen unterschiedlichen Landschaften vorbei, dass man sich ständig wundert, wie das eigentlich möglich ist. Farbenfrohe Bergketten finden sich direkt neben Wüstensand oder Salzseen. Das Death Valley macht seinem Namen aber trotzdem alle Ehre - am Tag unseres Besuchs hatte es 48 Grad Celsius, und die nette Dame im Visitor Center hat uns freundlich mitgeteilt, dass es heute zwar schon heiß, aber nicht "sooo" heiß sei. Die 48 Grad waren aber der Horror - verrückterweise haben wir aus unerfindlichen Gründen beschlossen, ein Stück in den großteils vertrockneten Salzsee des Badwater Basins hineinzugehen, der bekannterweise unter dem Meeresspiegel-Niveau liegt. Ein Fehler, definitiv. Die Luft dort ist unglaublich heiß und trocken (nicht nur dort, sondern im ganzen Nationalpark!) und der Wind, der hin und wieder ein Lüftchen vorbeiträgt, macht das Ganze noch einmal heißer. Es ist wie im Backofen, die Warnschilder vor Hitzeschlag und anderen Todesmöglichkeiten im Death Valley sind durchaus kein Spaß. Wir haben das Auto danach nur mehr für einen kurzen Fotostopp verlassen, selbst bei Sonnenuntergang war es nahezu unerträglich. Ohne gute Klimaanlage kann man das Death Valley definitiv nicht besichtigen, zudem sollte man wirklich vorher noch sicherheitshalber volltanken (man weiß nie, was passiert) und Wasser nicht nur für einen selbst, sondern auch für den Kühler des Autos mithaben. Die Strecken im Nationalpark sind ziemlich weit und man ist weitgehend auf sich allein gestellt (nicht immer trifft man andere Menschen an!). Es war trotzdem sehr beeindruckend, aber seither wissen wir wirklich, was die immer meinen mit "genug Wasser dabeihaben". Fazit: Death Valley überlebt!
Einfach nur verrückt.
Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Las Vegas die absolut verrückteste Stadt ever ist. Was hier an funkelndem Strom-Feuerwerk geboten wird, lässt sich eigentlich nicht in Worte fassen, der Eiffelturm steht in etwas verkleinerter Form hier, es gibt Mini-Disneyland, die Freiheitsstatue, eigene Wasserwelten, Indoor-Gondolieres im Venedig-Hotel und so weiter und so fort. Dazu kommt die ständige musikalische Beschallung rundherum. In den zahlreichen Hotels kann man auch ohne Hotelgast zu sein aus und ein gehen, die Hotels haben Casinos dabei, es fehlt einem also an nichts. Wenn man zum ersten Mal hier ist, ist man definitiv überfordert, nach zwei Tagen gibt sich das aber. Es empfiehlt sich sehr, unter der Woche zu kommen, die Hotels sind dann deutlich billiger. Übrigens sind Getränke meist gratis, wenn man an einem Casino-Tisch sitzt und spielt!
Ein modernes Weltwunder.
Eigentlich ja schön zu besichtigen - aber bei 105 Grad Fahrenheit (ca. 40 Grad Celsius) einfach nicht machbar. Wir haben uns dann für die Führung entschieden, es gibt zwei Möglichkeiten, eine kürzere Führung, bei der man den technischen Innenbau sieht, und eine längere Führung, die zusätzlich dazu noch einen Rundgang durch andere Innenbereiche bietet. Ob die Führungen ihr Geld wert sind, muss man selbst entscheiden, die längere Führung hat nicht einmal eine Stunde gedauert. Interessant war sie durchaus, außerdem sieht man dadurch, wie das Innenleben eines Staudammes aussieht. Es gibt beispielsweise eine Treppe von ganz unten nach ganz oben (ja, die muss man zu Fuß gehen) - wir hatten allerdings das Glück, dass auch der Lift funktioniert hat. Draußen kann man dann noch am Damm selbst herumgehen und es kostet auch nichts, ihn zu befahren, wenn man schon mal hier ist (früher war das ja tatsächlich die Durchzugsstraße) - ist aber wenig empfehlenswert, da das sehr viele machen und es eine Sackgasse ist. Zu Beginn sieht man übrigens einen (uralten) Informationsfilm, der leider sehr unkritisch die positiven Seiten des Damms beleuchtet und nichts über etwaige Gegenstimmen oder Todesfälle während der Arbeiten erzählt. Etwas besser wird das dann in der dazugehörigen Ausstellung, in die man nur gratis hineinkommt, wenn man eine Führung bucht ... Alles in allem zwar sehr interessant, aber auch sehr kommerzialisiert. Übrigens ist der Wasserstand derzeit so niedrig wie niemals zuvor!
Ein kleines Stück der Mother Road ...
Eigentlich sind wir mehr durch Zufall auf der Mutter aller Straßen gelandet - das Schild "Historic Route 66" kam uns im Vorbeifahren unter. Natürlich musste dann ein Abstecher her, wenn man schon mal hier ist! Die Straße auf dem Teil, den wir befahren haben, war sehr gut in Schuss, interessant sind Schilder, die immer mal wieder am Straßenrand auftauchen und kluge Sprüche bringen wie etwa "Listen birds - these signs cost money - so roost awhile - but don't get funny".
Beeindruckende Größe - aber viele Leute.
Im Vergleich zum North Rim ist es hier um einiges größer - der Trail am Rande des Rims ist riesig, auch die Strecken, die man mit dem Shuttlebus zurücklegt (ein Teil des South Rims ist nur per Shuttlebus erreichbar), sind teilweise wirklich weit und für Nicht-Wanderer wie wir nicht wirklich geeignet. Hier laufen auch mehr Touristen herum als am North Rim, allerdings hatten wir Glück, da wir unter der Woche da waren und so nur wenig los war. Insgesamt hat man hier das "klassische" Grand-Canyon-Feeling, das man sich vorstellt, wenn man den Canyon nur von Bildern oder aus dem Fernsehen kennt. Je nachdem, was man gerne macht, kann ein Tag hier durchaus ausreichen.
Überquerung des Colorado-Rivers!
Wenn man vom Norden des Grand Canyon in den Süden will, hat man keine andere Wahl, als den Colorado River zu überqueren. Das stellt sich als nicht einfach heraus - der Fußmarsch wird eher nicht empfohlen (nur für Hardcore-Wanderer zu empfehlen), per Hubschrauber sind die Kosten für den Koffertransport zu hoch, also bleibt nur noch die Variante, es mit dem Auto zu versuchen. Noch dazu kommt die Tatsache, dass North und South Rim ja eigentlich nur ca. 15 Meilen voneinander entfernt liegen - mit dem Auto hat man aber eine Strecke von ca. 200 Meilen vor sich. Wie das sein kann? Leider mangelt es an Brücken, sodass man diesen Umweg auf sich nehmen muss. Eine der wenigen Brücken sind die Navajo Bridges, heute eine Autobrücke und eine Fußgängerbrücke mit eigenem Visitor Center und der Möglichkeit, Kondore in freier Wildbahn zu beobachten. Trotz dem stundenlangen Umweg ein Erlebnis!
Die unbekanntere Seite des Grand Canyons.
Eine Stunde Zeitverschiebung – mal wieder. Der Grand Canyon North Rim hat nämlich keine Sommerzeit, sodass wir hier eine Stunde gewonnen und diese gleich einmal mit einem ausgiebigen Frühstück in der Lodge verbracht haben (frühstücken wie die Fürsten bei fürstlicher Aussicht). Nach einer kurzen Information durch das Visitor Center, was wir hier überhaupt machen sollen, sind wir den ersten kurzen Spaziergang zum Bright Angel Point gegangen, der gleich hinter der Lodge anfängt und einige schöne Aussichtspunkte bietet. Danach gings über den Scenic Drive bis ans Ende des Canyons weiter zum Cape Royal, von dort sieht man sogar ein Stück des Colorado Rivers. Wir hatten sogar das Glück (Pech?), ihn voller Sedimente in der bräunlich-roten Farbe zu sehen, von der er seinen Namen hat (in anderen Monaten oder Jahreszeiten ist er nämlich grünlich-blau). Zurück über den Scenic Drive sind wir dann noch bei einigen Aussichtspunkten und einer alten Ruine der Ureinwohner stehengeblieben, bis wir schließlich zum höchsten Punkt, dem Point Imperial, gelangt sind (2.683 Höhenmeter). Hier liegt im Winter über 4 Meter Schnee. Von allen Aussichtspunkten kann man hinüber zum South Rim blicken, der etwas tiefer liegt.
Der Vorteil am North Rim ist, dass hier nur 10% der Grand-Canyon-Besucher vorbeischauen, daher ist dieser Teil des Grand Canyon ziemlich ruhig und wenig überlaufen. Wer sich die Kommerzialisierung des Grand Canyons ersparen will, ist daher hier genau richtig.
Bisons! Überall Bisons!
Auf der Fahrt zum Grand Canyon North Rim kam uns mal wieder ein Hinweisschild auf Wildtiere auf der Straße unter – eine Warnung vor Bisons. Wir erwarteten allerhöchstens ein vereinzeltes Bison, das wäre ja nicht das erste Mal. Aber nein! Es war eine ganze Herde! Endlich haben wir mal eine ganze Bisonherde gesehen! Außer uns sind auch noch alle anderen Vorbeifahrenden stehengeblieben und haben fotografiert, das geht wahrscheinlich den ganzen Tag so … Als wir vom Grand Canyon wieder zurückgefahren sind, war die Herde mittlerweile auf der anderen Straßenseite, hat aber immer noch unverändert gegrast und gedöst und die Autofahrer sind immer noch reihenweise stehengeblieben (so wie wir). Coole Sache! Juhu!
Ein wahres Paradies - für Wanderer.
Den Zion National Park an einem Samstag zu machen, war schon mal unser erster Fehler. Dort werden Menschenmassen durchgeschleust, dass man es fast nicht glauben kann - auch kann man ins eigentliche Parkinnere nur mit einem Shuttlebus fahren, dieser ist aber so überlaufen, dass wir uns über eine Stunde anstellen mussten, obwohl der Bus im Minutentakt fährt. Außerdem war es unglaublich heiß und zu unseren Ungunsten sind die schönen Punkte dort nur zu Fuß über anspruchsvolle Wanderstrecken zu erreichen ... Nicht unser Tag!
Da wir nicht die erfahrenen mehrstündigen Wanderer sind, haben wir uns die einfacheren Strecken ausgesucht und sind zu den Emerald Pools gewandert. Der Lower Emerald Pool ist sehr einfach zu erreichen und wirklich sehenswert, hier kann man hinter dem Wasserfall vorbeigehen, allerdings mitten im Hochsommer mehr ein kleines Rinnsal. Die beiden weiteren Pools - Middle und Upper Emerald Pool - sind dann leider nicht mehr so beeindruckend, der Middle Emerald Pool wäre schön, wenn sich die Leute an das Badeverbot halten würden, und der Upper Emerald Pool gibt einfach nicht viel her. Zum Upper Emerald Pool ist der Aufstieg über Steine und Steinstiegen dann gerade bei der enormen Hitze schon sehr herausfordernd.
Schöne Aussichtspunkte wären Angels Landing oder der Observation Point oder eine Wanderund durch The Narrows - alles mehrstündig und nur für erfahrene Wanderer empfohlen. Wir haben daher am Ende noch den Riverside Walk gemacht, da geht man den Virgin River entlang bis zum Beginn des Wandertrails durch The Narrows, auch eine leichte Strecke von ca. einer Stunde.
Insgesamt daher für uns leider nicht so geeignet, obwohl man als Wanderer sicherlich tolle Punkte hätte sehen können!
Auch im Vorbeifahren sehenswert!
Am Red Canyon sind wir eigentlich nur vorbeigefahren - wenn wir aber schon mal dort waren, wollten wir auch ein paar Fotos machen. Die nette Dame vom Visitor Center hat uns wohl für die kompletten Banausen gehalten, als wir gefragt haben, ob man das Wahrzeichen, die beiden erodierten Steinköpfe, auch vom Auto aus ohne zu wandern sehen kann ... Danach hat sie einer Gruppe motivierter Wanderer versichert, dass der Trail in den Canyon hinein "unbelieveable" schön sei und außerdem ist der Red Canyon das zweitschönste Wandererparadies Amerikas ... Naja, wir haben auch im Vorbeifahren ein paar schöne Fotos gemacht. :)
Muss man gesehen haben!
Der Bryce Canyon ist einen Besuch wirklich wert - auch wenn man nur einen halben Tag zur Verfügung hat, kann man die Besonderheit des Canyons sehr gut erfassen. Es gibt einen Shuttlebus, der die wichtigsten Aussichtspunkte bzw. den Beginn der Trails dorthin anfährt, der Bus geht alle 15 Minuten weg. Man kann auch überall mit dem Auto hinfahren, allerdings ist die Parkplatzsituation aufgrund der zahlreichen Menschen eher schlecht. Wir haben daher den Bus gewählt.
Wir sind den Queen's Garden Trail gegangen und haben dafür mit zahlreichen Fotostopps ca. 2 Stunden gebraucht, dabei kommt man auch an allen sehenswürdigen Punkten vorbei (beispielsweise Thors Hammer) und sieht den Canyon von oben und von unten, da man direkt durchgeht. Wir hatten das Glück, dass das Wetter am Anfang sehr sonnig war, was für die Überblicksfotos über den Canyon super war, als wir dann den Wanderweg durch den Canyon gegangen sind, war es aber überwiegend bewölkt, andernfalls wären wir in der Hitze vermutlich verkommen.
Imposant und keine Absperrung.
Am Abend nach dem Antelope Canyon waren wir noch bei Horseshoe Bend, weil dieses gleich ums Eck liegt. Leider war das Licht aufgrund der späten Uhrzeit schon relativ schlecht und ohne Weitwinkelkamera hat man wenig Chancen, den Felsen im Gesamten aufs Bild zu bekommen. Dank des Sonnenuntergangs haben wir dafür aber tolle Sonnenuntergangsbilder machen können. Bei Tageslicht ist Horseshoe Bend vermutlich auch ein toller Ort.
WOW!!! Aber unbedingt vorreservieren!
Wir hatten beim Planen der Reise aufgrund des Hinweises eines Bekannten vor, den Antelope Canyon zu besichtigen. Die Orte selbst auf der Karte oder im Internet angesehen haben wir allerdings immer erst hier am Vortag im Hotel. Das hat dazu geführt, dass wir hier kurzfristig draufgekommen sind, dass man ja reservieren muss, wenn man den Upper Antelope Canyon besichtigen möchte. Der Antelope Canyon gehört zum Navajo Reservat und ist daher nicht frei zugänglich, man muss eine Tour buchen. Für den Upper Antelope Canyon gibt es auch nur einen einzigen Anbieter, und dieser ist Monate im Voraus ausgebucht (zumindest in den Sommermonaten). Wir hatten das unglaubliche Glück, dass wir während der Laundry am 10. August nachgeschaut haben und für 11. August am Nachmittag noch zwei Plätze frei waren. Diese haben wir gleich reserviert.
Das Besondere am Antelope Canyon ist neben der unglaublichen Schönheit der Lichtstrahl, der zu machen Uhrzeiten von draußen in den Canyon fällt und ihn auf magische Art und Weise beleuchtet. Diesen sieht man aber am Nachmittag nicht mehr, auch sind die Farben dann nicht mehr so schön (aber trotzdem unglaublich beeindruckend!). Die Tour um 11.30 Uhr ist die, bei der man den Lichtstrahl am besten sieht, wir sind erst um 16.30 Uhr hineingekommen. Trotzdem hat es sich total ausgezahlt, die 40 Dollar pro Person dafür zu bezahlen!
Imposante Durchreise.
Durch das Monument Valley sind wir zwar nur durchgefahren, aber das ist schon beeindruckend! Man kennt es ja aus Filmen, daher haben natürlich auch wir (wie alle anderen Durchfahrenden) das obligatorische Foto gemacht. Das Monument Valley hat seinen Namen wirklich verdient. Kurios ist, dass es in einer eigenen Zeitzone liegt, weil dort von Sommer- auf Winterzeit gewechselt wird, in der umliegenden Umgebung allerdings nicht.
So viel zu sehen - so wenig Zeit.
Der heutige Tag war ziemlich umfangreich, wir hatten vor, zum Antelope Canyon weiterzufahren, und das war eine Wegstrecke von ca. 6 Stunden. Da der Arches National Park direkt am Weg lag, wäre es aber schade gewesen, diesen auszulassen, daher planten wir ca. 2 Stunden für den Aufenthalt dort ein.
Wenn man nur 2 Stunden hat, muss man sich gut überlegen, was man sich ansieht, außerdem wäre es dann günstig, sich den Plan des Parks vorher online anzusehen. Der Arches NP gehört auch zum National Park Service, dieser hat eine eigene Homepage, wo man alle dazugehörigen Parks usw. findet und auch die Maps dazu, sehr praktisch. Wir beschlossen, uns im Arches NP natürlich das Wahrzeichen anzusehen, allerdings nur von der Ferne - der Wanderweg dorthin war in unserer kurzen Zeit nicht möglich. Von den beiden Aussichtspunkten aus, zu denen man nur kurze Strecken gehen muss, sieht man ihn auch, das musste reichen. Außerdem sahen wir uns die Windows und den Double Arch an, auch schnell erreichbar und beeindruckende Felsformationen.
Es empfiehlt sich, den Park schon sehr früh am Morgen zu machen - als wir um ca. 10.00 Uhr wieder weggefahren sind, war die Auto-Warteschlange am Eingang zweispurig fast so lange, dass sie bis auf den Highway zurückgereicht hat. Als wir um ca. 07.15 Uhr hineingefahren sind, waren wir vielleicht drei oder vier Autos auf dem Weg nach oben. Außerdem war das so früh, dass wir vor den eigentlichen Öffnungszeiten dort waren und das Eintrittshäuschen noch nicht einmal offen hatte - der Annual Pass gilt hier zwar eh, aber wenn man früh genug dran ist und keinen Pass besitzt, kommt man gratis rein. Auch oben ist es zu solchen Uhrzeiten noch kühler und es sind deutlich weniger Leute unterwegs.
Klein und fein!
Nach der Wäsche hatten wir am Abend noch Zeit, und da wir sonst eh nichts gemacht haben, sind wir noch zum Colorado National Monument gefahren - schließlich lag dieses direkt vor unserer Haustür. Der Park ist eher klein im Vergleich zu unseren bisherigen Nationalparks, auch hier gilt der Annual Pass.
Oben angekommen kann man von den meisten Aussichtspunkten aus das gesamte Tal überblicken, die Besonderheit hier sind die von Wind und Erosion zerfressenen Überreste einer ehemaligen Bergkette. Fast alles ist vom Auto aus erreichbar, ein paar Aussichtspunkte gibt es, zu denen man gehen kann, aber die Strecken hier sind sehr kurz, sodass das selbst bei wenig Zeit kein Problem darstellt.
Absperrungen gibt es mal wieder nirgends, hier kann es wirklich gefährlich sein und man sollte aufpassen, dass man sich nicht zu weit an den Rand wagt - da stürzt man ganz schön tief!
Halbzeit erreicht - Wäsche gewaschen! :)
Nach einer im Auto verbrachten Nacht war nicht nur eine Dusche für uns dringend nötig, sondern auch für unsere Kleidung - nach 11 Tagen geht uns schön langsam frisches Gewand aus, daher wurde die heutige Unterkunft nicht nach WLAN-Qualität ausgesucht, sondern nach Waschmöglichkeit mit Trockner. :)
Prähistorische Funde direkt am Fundort bestaunen.
Das Dinosaur National Monument ist ein Nationalpark, der in den beiden Bundesstaaten Colorado und Utah liegt. Beide Bundesstaaten haben ein eigenes Visitor Center.
Auf der Colorado-Seite gibt es keine Dinosaurierfunde, dieser Teil des Parks ist dafür für seine geologische und biologische Vielfalt bekannt, hier kann man wandern oder campen, zum Beispiel am Canyon, wo Green River und Yampa River zusammenlaufen. Dort führt eine unbefestigte Straße 13 Meilen (21 Kilometer) den Berg hinunter, diese ist nur im Sommer offen und bei Regen unbefahrbar, da es sich zum Teil um lehmigen Untergrund handelt, auch darf man sie nur mit Allrad-Antrieb befahren. Wir haben eine Nacht im Auto am Campingplatz beim Canyon (Echo Park) verbracht, die Fahrt war sehr abenteuerlich, dafür hat sich der Anblick bei Sonnenaufgang gelohnt.
Auf der Utah-Seite gibt es die Dinosaurierfunde zu bestaunen, man fährt hier mit einem Shuttlebus vom Visitor Center zur Quarry Exhibit Hall, wo eine ganze Bergwand einfach in ein Gebäude integriert wurde, damit man die Dinosaurierknochen, die sich in dieser Wand befinden, betrachten kann. In der Halle gibt es zusätzlich dazu noch ein paar Ausstellungsstücke. Außerhalb der Quarry Exhibit Hall beginnt der Fossil Discovery Trail, ein Fußweg von ca. 1,2 Meilen (2 Kilometer), über den man zu drei Ausgrabungsstellen direkt im Gelände gelangt und marine Überreste und Dinosaurierknochen in einer Wand bestaunen kann. Angeblich. Vor Ort haben wir nämlich so gut wie nichts gesehen oder erkannt, da es sich um eine naturbelassene Wand handelt und die Knochen nicht eigens präpariert wurden. Wahrscheinlich bietet sich ein geführter Rundweg mit einem Ranger mehr an. Über den Weg gelangt man zurück ins Visitor Center, man kann aber auch mit dem Shuttlebus zurückfahren.
Eine weitere Besonderheit des Parks sind die Felszeichnungen (pictographs) und Felseinritzungen (petroglyphs) aus der Fremont-Kultur (7.000 v. Chr.). Diese sind an mehreren Stellen frei zugänglich, nicht abgesperrt und können aus der Nähe bewundert werden. Der dezente Hinweis, man möge sie bitte nicht berühren, findet sich zwar meistens daneben, das hindert manche Menschen leider jedoch nicht daran, ihre eigenen Felszeichnungen daneben zu ergänzen. Viele der originalen Kunstwerke sind bereits sehr verwittert und nur noch schwach auszunehmen, andere wiederum kann man noch deutlich erkennen. Dadurch, dass man so nahe hingehen kann, haben diese Zeichnungen noch einen besonderen Reiz.
Ein Einblick in die amerikanische Geschichte.
Auf der Weiterfahrt kamen wir ohnehin am Scotts Bluff National Monument vorbei, daher nahmen wir den Abstecher in Kauf. Es handelt sich hier um eine Bergkette, die ihre spezielle Form durch Erosion erhalten hat und immer noch weiter durch Wind und Wetter abgetragen wird. Auch hier gilt der Jahrespass.
Historische Bedeutung hat die Bergkette als wichtige Wegmarke der Siedler und Pioniere im 19. Jahrhundert, die mit ihren Planwagen hier durchgekommen sind. Von den Aussichtspunkten oben am Berg kann man auch die Spuren dieser Planwagen sehen, die in so großer Zahl gefahren sind, dass sie Kerben in der Landschaft hinterlassen haben.
Man kann mit dem Auto direkt auf den Berg (also auf das Monument) fahren und hat von hier einen schönen Ausblick, wenn man die kurzen Wegstrecken zu den Aussichtspunkten zu Fuß auf sich nimmt. Auch erfährt man oben, warum das Monument überhaupt Scotts Bluff heißt – Scott ist der Name eines Siedlers, der beim Versuch, den Berg zu überqueren, verstorben ist.
Im Visitor Center gibt es auch hier eine etwa 15minütigen Informationsfilm, der einem erst bewusst macht, welche historische Bedeutung dieser Ort für Amerika hat.
Irgendwas ist hier falsch mit Stohnehenge ... :)
Auf der Fahrt Richtung Dinosaur National Monument machten wir einen Abstecher zu Carhenge. Ja, die Ähnlichkeit zu Stonehenge ist nicht zu leugnen – tatsächlich handelt es sich hier um einen Stonehenge-Nachbau aus Schrottautos. Der Eintritt ist kostenlos, man kann aber für die Erhaltung des Kunstwerks spenden. Besonders interessant, wenn man das echte Stonehenge gesehen hat! :)
Crazy - sehr passend, unglaubliche Dimensionen
Da wir am Weg zum Mount Rushmore und auch dort vor Ort immer wieder vom Crazy Horse gehört haben, beschlossen wir, auch dort noch vorbeizuschauen. Die Fahrt dauerte nur ca. 25 Minuten.
Wir hatten zuvor noch nie vom Crazy Horse gehört und nur im Souvenirshop des Mount Rushmore in einem Buch gesehen, dass es sich dabei um ein steinernes Monument handelt, das das größte im Bau befindliche der Welt sein soll. Im Buch war der Kopf von Crazy Horse abgebildet. Vor Ort stellten wir dann fest, dass die eigentliche Geschichte rund um dieses Moment viel umfangreicher ist. Das Crazy Horse ist ein Denkmal für die im Krieg gefallenen Indianer, das gleichzeitig die Kultur der Indianervölker in Ehren halten und bewahren soll.
Man bezahlt pro Person 11$ Eintritt und wir dann im Visitor Center gleich einmal vehement in den Kinosaal geführt. Tatsächlich zahlt sich dieser Zwischenstopp wirklich aus, denn durch den kurzen Film wird man rundum informiert, was man eigentlich gerade im Begriff ist, sich anzusehen. Das Crazy Horse State Memorial ist ein riesiges Bauwerk, das es sich zum Ziel gesetzt hat, den gesamten vorhandenen Berg in eine Statue eines auf einem Pferd reitenden Indianers (Crazy Horse) zu verwandeln. Baubeginn war 1948, voraussichtlich fertig sein soll das Kunstwert ca. 2070. Die Konstruktion geschieht ohne staatliche Unterstützung, das gesamte Bauprojekt wird fast ausschließlich durch die Eintrittsgelder der BesucherInnen finanziert. Das Memorial selbst ist nur aus der Ferne zu bestaunen, für eine nähere Besichtigung kann man um 4$ pro Person mit dem Bus näher hinfahren und sieht es dann nicht nur im Profil, sondern auch von der Seite und der Rückseite. Die Busfahrt zahlt sich durchaus aus, wenn man einen näheren Blick erhaschen möchte, außerdem war der Buschauffeur sehr gut informiert und konnte alle Fragen beantworten. Man kann auch bis hinauf zum Gesicht von Crazy Horse fahren, dafür bezahlt man aber 125$ pro Person (ohne Steuern). Das haben wir nicht gemacht.
Im Besucherzentrum selbst gibt es zahlreiche Shops, Essensmöglichkeiten und mehrere Ausstellungen, die sich mit dem Memorial und seiner bisherigen Baugeschichte beschäftigen, auch eine Statue des Endprodukts findet man hier vor.
amerikanische Geschichte hautnah
Das Mount Rushmore National Memorial ist zwar ein Klassiker unter den steinernen Denkmälern dieser Welt, aber leider komplett kommerzialisiert. Das bedeutet, dass man schon auf der Hinfahrt durch die Ortschaft Keystone mit Souvenirshops und überteuerten Unterkünften überschüttet wird (und mit einer unüberschaubaren Menge an Motorradfahrern J). Der Eintritt zum Mount Rushmore kostet pro Auto 11$ - es handelt sich dabei nicht um Eintrittskosten zum Memorial selbst, sondern um Parkkosten. Die Frage, was sie mit Fußgängern tun, haben wir leider nicht beantworten können (wahrscheinlich verlangen sie dann auch 11$ …). Ihnen zugutehalten muss man jedoch, dass die Parkdecks wirklich großzügig sind und sicherlich keine Parkplatznot besteht.
Auf dem Weg zum Memorial gibt es noch einen Fahnenhain, hier sind die Fahnen jedes Bundesstaates der USA aufgestellt und säumen den Weg. Auch hier gibt es einen Fußweg, der als Rundweg noch näher an das Memorial heranführt und dabei Informationstafeln zu jedem der vier Präsidenten bietet. Aus der Nähe sieht man beispielsweise Details wie Roosevelts Brille. Über den Rundweg gelangt man auch zu einem kleinen Museum, in dem neben Ausstellungsstücken und Informationen auch ein Rangerprogramm angeboten wird, im Zuge dessen man historische Informationen erhält. Was wir nicht wussten, ist, dass es hinter dem Kopf von Lincoln eine Kammer gibt, in der wichtige Dokumente in Form einer Zeitkapsel gelagert hätten werden sollen. Die Kammer wurde erst 1998 fertiggestellt, dort ist aber heute nur eine Erinnerungstafel aufgestellt. Interessant ist auch, mit welchen Methoden damals gearbeitet wurde (1928 – 1941).
Vulkanische Reste in der Landschaft.
Die Nacht haben wir in Gillette verbracht, man kann dort auch schlafen und sich nicht nur rasieren! Der Ort liegt etwa zwei Stunden von Mount Rushmore entfernt. In der Unterkunft und auch auf Hinweisschildern auf der Straße kam uns immer wieder der Devils Tower unter, sodass wir uns im Internet (Free W-LAN sei dank!) informiert haben, worum es sich dabei handelt. Da der Devils Tower nur etwa eine Stunde von Gillette entfernt ist und fast am Weg zum Mount Rushmore liegt, machten wir noch einen Abstecher dorthin.
Beim Devils Tower handelt es sich um die Reste eines unterirdischen Vulkans, der stehengeblieben ist, nachdem die umliegende Landmasse erodiert ist. Heute sieht der Steinhügel aus wie ein großer, einsamer Turm mitten in einer Ebene. Der Jahrespass für die Nationalparks gilt auch hier, man kann bis zum Fuße des Turms mit dem Auto fahren, danach gibt es mehrere Möglichkeiten, den Turm zu Fuß zu umrunden. Wir haben uns für den Tower Trail entschieden, für diesen braucht man ca. 45 Minuten (reine Gehzeit). Man kommt dabei durch einen Wald und kann unter anderen Gebetsbänder sehen, da dieser Ort für viele Indianervölker nach wie vor heilig ist. Daher darf man den Weg auch nicht verlassen und die Gebetsstätten nicht stören. Der Blick von allen Seiten auf den Tower ist sehr interessant, da man so nahe ist, dass man die Erosion gut erkennen kann.
Wildtiere hat man hier ebenso in großer Anzahl, beispielsweise gibt es viele Eichhörnchen und bei der Fahrt zurück in die umliegende Ebene kommt man an weiten Feldern vorbei, die von Erdhörnchen (prairie dogs) bewohnt werden. Diese sind nicht sehr scheu und laufen nicht davon, auch wenn man direkt neben ihnen parkt, um sie zu beobachten oder zu fotografieren. Sie beißen aber, daher Vorsicht!
Ein Tag ist nicht genug!
Wir haben uns dann bei der Fahrt Richtung Ausgang noch den Mud Vulcano angesehen, ein Bereich, in dem Pools voller Schlamm vor sich hinblubbern und der Mud Vulcano auf seinen nächsten Ausbruch wartet.
Dann waren wir schon auf dem Weg hinaus aus dem Park, als wir plötzlich unerwartet tatsächlich noch ein Bison auf einer Ebene im Hayden Valley entdecken konnten. Wir wussten ja, dass dort ein günstiger Platz für Wildtierbeobachtungen sein soll, haben aber eigentlich nicht damit gerechnet, tatsächlich größere Tiere zu sehen. Gemeinsam mit diversen anderen Schaulustigen haben wir daher beinahe eine Vollbremsung hingelegt und das Bison dabei beobachtet, wie es sich gemütlich durch das Tal bewegt hat, bis es zu einem Tümpel kam, in dem es sich das Bison gemütlich gemacht hat.
Bären sind uns keine begegnet, obwohl ständig vor ihnen gewarnt wird (Be Bear Aware!). Dafür haben wir massenhaft Streifenhörnchen gesehen.
Nach der Ausfahrt aus dem Park (wir haben die Ost-Ausfahrt genommen) sind wir noch durch eine sehr schöne Landschaft gefahren, auch hier standen auf der Straße immer wieder Warnschilder vor Wildtieren. Eines muss man den Amerikanern lassen: Wenn sie ein Warnschild aufstellen, ist das keine leere Drohung. Nur einige Meilen weiter überquerte das nächste Bison in aller Seelenruhe die Straße.
Ein einzigartiges Natur- und Farbenschauspiel.
Bei Sonnenschein gibt es im Yellowstone National Park eigentlich nichts, was nicht sehenswert ist. Gerade das schöne Wetter bringt viele Pools, Hot Spots oder Geysiere noch einmal besonders zum Leuchten, vor allem dort, wo Bakterien und Mikroorganismen ein farbenfrohes Naturschauspiel bieten. Gesehen haben muss man vor allem die Mammoth Terraces, die gleich am Nordeingang des Parks liegen und zu Fuß bestaunt werden können. Orange und weiße Farbtöne wechseln sich hier ab, hin und wieder sieht man dazwischen ausgetrocknete graue Bereiche.
Wir waren etwas enttäuscht vom Grand Prismatic Spring, dem bekannten Pool, der von der Luft aus fotografiert einen wundervollen Farbklecks in der Landschaft bietet. Vor Ort, wenn man dann daneben steht, sieht man von dieser Farbenpracht fast nichts, es gibt auch keine erhöhte Aussichtsplattform, sehr schade. Direkt nebenan findet sich ein riesiges ausgetrocknetes Feld, das unvorhersehbar explodieren kann und 1985 das letzte Mal hochgegangen ist. Solche Stellen finden sich in diesem Park mehrere, auch Geysiere gibt es, die nicht vorhersagbar sind und zwischen vier Tagen und 50 Jahren brauchen können, bis sie das nächste Mal ausbrechen … Dabei sein möchte man da nicht immer unbedingt.
Weil wir dann festgestellt haben, dass ein Tag einfach zu kurz für Yellowstone ist, haben wir kurzfristig beschlossen, noch eine Nacht zu bleiben, und sogar noch ein Zimmer mitten im Park im Old Faithful Basin bekommen. Die Fahrt hinaus aus dem Park bis zum nächsten Ort ist sehr weit, vor allem dann, wenn man ein Zimmer zu einem vernünftigen Preis bekommen möchte. Wenn man in der Nähe außerhalb des Parks ein Zimmer mietet, ist der Preisunterschied zum Parkinneren nicht mehr so groß, weiter weg außerhalb zu wohnen bedeutet jedoch eine sehr lange Hineinfahrt zurück in den Park.
Da wir ein Zimmer im Park hatten, blieb uns noch Zeit, die ganze Runde durch das Old Faithful Basin zu gehen, man kommt nach etwa 1,5 Stunden Fußmarsch (ohne Fotostopps wahrscheinlich schneller erreichbar) zum Morning Glory Pool, der einen Besuch wirklich wert ist! Auch haben wir gehofft, am nächsten Morgen im Hayden Valley noch Wildtiere beobachten zu können.
Natur pur rund um die Geysiere.
Für einen Besuch im Yellowstone National Park muss man sich wirklich überlegen, wie viel Zeit man sich nimmt und was man sehen möchte. Der Park ist riesig und hat unglaublich viele Sehenswürdigkeiten. Von Süden kommend bietet sich ein Stopp beim Old Faithful Geyser an, der etwa alle 90 Minuten ausbricht. Die genauen Uhrzeiten kann man in der Lodge oder im Visitor Center erfragen und sind dort auch angeschrieben, wie für die anderen bekannteren Geysiere wie beispielsweise den Castle Geyser. Wir hatten das Glück, dass wir den Ausbruch des Castle Geysers miterleben konnten, dieser Geysier ist zwar etwas entfernt, aber so riesig, dass man ihn weithin sieht. Auch haben wir den Beehive Geyser miterlebt, und zwar hautnah, hier ist man nur einige Meter weit entfernt, während man beim Old Faithful Geyser nicht sehr nahe herandarf. Den Ausbruch dieses Geysiers haben wir auch gesehen, allerdings war er an diesem Abend überfällig und nicht wirklich spektakulär – die anwesende Menschenmenge war gemeinsam mit uns ziemlich enttäuscht. Außerdem hat er so lange auf sich warten lassen, dass der Sonnenuntergang bereits vorbei war. Einen „ordentlichen“ Ausbruch haben wir erst am nächsten Tag gesehen.
In der Dämmerung oder in der Nacht im Yellowstone National Park unterwegs zu sein heißt, dass man gerade mit dem Auto richtig aufpassen muss, was einem so auf der Straße begegnet. Man hat die Chance auf richtig viele Wildtiere, neben uns mitten auf der Straße ist beispielsweise ein Bison seelenruhig spazieren gegangen (man darf sich von diesem Eindruck aber nicht täuschen lassen!), mitten neben einem Parkplatz haben mehrere Rentiere gegrast und auch Kleintier wie Murmeltiere oder Eichhörnchen laufen ständig über die Straße. Sehr beeindruckend, aber nicht ungefährlich.
Ideal für Wildtierbeobachtungen.
Wenn man den Yellowstone National Park von Süden her anfährt, kommt man automatisch durch den Grand Teton National Park. Dieser ist zwar im Vergleich zu Yellowstone sehr klein, dafür aber sehr schön mit wundervollen Landschaften, Seen und Flüssen. Hier kann man beispielsweise Wildvögel beobachten oder angeln.
Das Ticket für den Grand Teton National park gilt gleichzeitig auch für Yellowstone und umgekehrt. Außerdem gilt der Jahrespass in beiden Parks.
Ein wahres Freizeitparadies - der Yosemite National Park.
Anfahrt
Das Gebiet des Yosemite National Parks ist riesig und umfasst unglaublich viel Land ohne jegliche Zivilisation. Von San Francisco kommend fährt man über die Big Oak Flat Road (Highway 120) Richtung Park, das ist ein Bergpass, der ca. zwei Stunden lang nach oben in ein kaum besiedeltes Gebiet führt. Man sollte das unbedingt bedenken, wenn man am Abend oder in der Nacht fährt, da hier kaum die Möglichkeit besteht, eine Unterkunft zu finden. Auch tanken ist erst wieder fast ganz oben am Pass möglich, dort gibt es die Ortschaft Groveland, weit und breit die einzige Siedlung in der Größe eines Dorfes. Hier gibt es sogar ein echtes Hotel, allerdings müsste man dieses unbedingt vorreservieren. Auch in den Handvoll Inn's findet man hier nicht leicht ein freies Zimmer, da es sich um die letzte Ortschaft vor dem Nationalpark handelt, außerdem ist natürlich alles teurer als in anderen Gebieten.
Organisation
Der Nationalpark selbst beherbergt mehrere Informationszentren, hier wird man wirklich ausgesprochen gut über den Park und die Aussichtspunkte informiert. Auch bekommt man einen Übersichtsplan, der wirklich gut gestaltet ist. Vom Informationszentrum beim Big Oak Flat Entrance sind es noch ca. 45 Minuten bis zum eigentlichen Yosemite Valley, wenn man jedoch bis dorthin ein paar Mal stehenbleibt, um Fotos zu machen, kann die Fahrt hinein deutlich länger dauern.
Verkehr
Im Nationapark besteht überall die Möglichkeit, mit dem Auto zu fahren (Eintritt in den Park: 15$), zusätzlich dazu ist auch ein Shuttledienst mit Bussen installiert, der alle 10 bis 15 Minuten zu den wichtigsten Aussichtspunkten und zum Yosemite Village (das Visitor Center des Parks) fährt. Es ist aber auch möglich, den Park zu Fuß oder mit dem Rad (es gibt auch Mieträder) zu erkunden.
Die Straßenführung durch das Valley ist ebenfalls gut durchdacht, es handelt sich um einen One-Way-Rundweg, was den Verkehr etwas weniger chaotisch macht. Außerdem gibt es wirklich sehr häufig Ausweichkehren an den Straßenseiten, die man zum Halten, aber auch zum Parken verwenden kann.
Möglichkeiten
Das eigentliche Besucherzentrum ist das Yosemite Valley, dieses ist gesäumt von den bekannten Berggipfeln wie El Capitan, The Three Brothers, Half Dome oder den Cathedral Rocks, welche von hier auch sehr schön zu sehen sind. Außerdem führt der Merced River durch das Valley, hier kann man baden und es gibt zahlreiche Picknickplätze mit der Möglichkeit zum Grillen.
Das Yosemite Village bietet unter anderem Informationen, eine Post, ein Hotel, Restaurants (sehr teuer und viele Menschen!) und auch ein Museum. Der dazugehörige Parkplatz ist allerdings sehr überfüllt.
Um den Half Dome vom bekannten Aussichtspunkt aus zu sehen, fährt man mit dem Auto dann noch ca. 27 Meilen (ca. 43 km, ca. 1 Stunde Fahrt) über eine Bergstraße hinauf zum Glacier Point. Auch ein Wanderweg führt hier herauf. Ob sich die lange Fahrt tatsächlich lohnt, muss man für sich selbst entscheiden. Der Blick von oben zeigt den Berg von der Seite und damit aus einer anderen Perspektive als vom Tal aus gesehen, jetzt erkennt man auch, warum der Berggipfel Half Dome genannt wird. Auch hier oben gibt es ein Besucherzentrum und der Shuttlebus fährt den Aussichtspunkt ebenfalls an.
Auf dem Weg zum Glacier Point kommt man am Tunnel View vorbei, das ist die Aussichtsstelle auf das gesamte Tal, wie man es von den bekannten Fotos kennt. Dort befinden sich auch zwei kleine Parkplätze, wobei in Fahrt Richtung Glacier Point der linke zu bevorzugen ist. Ein Halt zahlt sich auf jeden Fall aus, die Sicht von hier ist wirklich beeindruckend. Außerdem ist der Tunnel View vom Yosemite Valley aus in kürzerer Zeit (ca. 20 Minuten) erreichbar.
Es ist möglich, die wichtigsten Punkte des Yosemite National Parks in einem Tag zu sehen. Wenn man aber wandern gehen, baden, die Natur genießen oder sich sonst mehr Zeit nehmen möchte, sind zwei Tage sicherlich empfehlenswert, außerdem ist vermutlich auch ein Sonnenunter- oder -aufgang vom Glacier Point aus oder vom Tunnel View beeindruckend.
Ausfahrt
Wenn man den Yosemite National Park wieder verlässt, besteht im Sommer die Möglichkeit, die Tioga Road zu nehmen. Dieser Pass ist im Winter gesperrt, wenn man dann Richtung Osten muss, dauert der Umweg über den Highway 41 bis zu sechs Stunden. Über die Tioga Road (Highway 120) braucht man gute zwei Stunden, bis man den Nationalpark endgültig verlassen hat, auch hier gibt es wieder so gut wie keine Zivilisation oder Tankmöglichkeiten. Je nachdem, wohin man danach möchte, sollte man auch hier bedenken, dass man von dieser Seite des Nationalparks aus stundenlang durch nicht besiedeltes Gebiet fährt. Über die Tioga Road kommt man allerdings noch an einem schönen Aussichtspunkt vorbei, hier befindet sich eine Landschaft, die noch aus dem Ende der letzten Eiszeit stammt, man kann ein ehemalige Eisfeld mit diversen Findlingen und Spuren im Stein sehen, außerdem hat man von hier noch einmal einen schönen Blick auf den Half Dome.
Eine Zusatzinfo für alle Trekkies: Der El Capitan ist das Bergmassiv, welches Kirk im Film "Star Trek V - Am Rande des Universums" ("The Final Frontier") während seines Landurlaubs freeclimbend erklimmt, dann abrutscht, fällt und von Spock mit Raketenstiefeln gerettet wird. :)
Die Bay Bridge - ein Geheimtipp in San Francisco.
Von der Golden Gate Bridge bis zur Bay Bridge hat man wieder zähen Verkehr, die Fahrt durch die Stadt am Pier entlang bietet aber interessante Anblicke. Man kommt dann auf die Bay Bridge, diese wird zweistöckig geführt - stadtauswärts fährt man im unteren Bereich, stadteinwärts oben. Es gibt sieben Fahrspuren, von der Golden Gate Bridge kommend befindet man sich nach der Auffahrt auf die Bay Bridge auf der ganz linken Spur - für den Abstecher zum besten Aussichtspunkt bleibt man am besten auf dieser Spur. Die Bay Bridge führt über Treasure Island, dort kann man abfahren, die Abfahrt kommt sehr abrupt und führt von der linken Spur in einer engen Kurve hinaus. Man fährt dann über einen kleinen Hügel hinunter und landet schließlich am Fuß der Insel, von wo man einen wundervollen Ausblick auf die Bay Bridge und die Skyline von San Francisco hat. Auch Alcatraz und die Golden Gate Bridge sieht man von hier, allerdings sind diese schon sehr weit weg. Für diesen Abstecher verliert man kaum Zeit und er ist es auf jeden Fall wert. Auf der Insel kann es sehr windig sein. Bei Nacht empfiehlt sich dieser Aussichtspunkt ebenfalls.
Wenn man zurück auf die Bay Bridge fährt, führt diese weiter aus der Stadt hinaus, ab hier allerdings nur mehr einstöckig. Die Aussicht von hier ist auch sehr schön.
Maut bezahlt man auf der Bay Bridge keine.
Der Klassiker - die Golden Gate Bridge.
Vom Silicon Valley bis San Francisco muss man sich auf viel Verkehr einstellen. Wenn man Richtung Golden Gate Bridge fährt, kommt man automatisch am Hinweisschild zum Welcome Visitor Center vorbei, auch das Visitor Parking ist angeschrieben. Dem Schild folgend gelangt man zuerst zum Parkplatz direkt am Welcome Visitor Center, eine Straße weiter unterhalb befindet sich ebenfalls ein Visitor Parkplatz. Die Parkplätze sind bis 17.00 Uhr gebührenpflichtig, es empfiehlt sich auch aufgrund der geringeren Besucherzahlen, eher am späten Nachmittag oder Abend zu kommen (außerdem ist die Aussicht bei Dämmerung oder Nacht auf die Golden Gate Bridge sicherlich spektakulär).
Die typischen Foto-Aussichtsplätze erreicht man im Bereich des Welcome Visitor Centers alle, auch der Blick auf Alcatraz ist von hier sehr schön. Zudem kann man bis zur Küste hinuntergehen, wo es ebenfalls einen Aussichtspunkt auf einem Pier gibt. Achtung auf die Mäuse, die den Weg hier furchtlos und sehr frech queren.
Stadteinwärts kostet die Überquerung der Golden Gate Bridge 7$, stadtauswärts ist keine Maut zu bezahlen.
Das Silicon Valley, ein Gebiet voller Firmen - unter anderem Google.
Auf dem Weg von Los Angeles nach San Francisco kommt man am sogenannten Silicon Valley vorbei. Es handelt sich dabei um das Industriezentrum kurz vor San Francisco, in dem diverse Firmen ihre Bürogebäude stehen haben - unter anderem Google. Das Google Headquarter / Googleplex (Adresse: 1600 Amphitheatre Pkwy, Mountain View, CA 94043) ist unter anderem erkennbar an den vielen Menschen, die zum Android-Logo strömen, das als 3D-Figur den Eingang des Google-Geländes säumt. Weiter den Campus entlang kommt man an zahlreichen Gebäuden vorbei, die zum Google-Komplex gehören. Betreten darf man hier als BesucherIn nichts, tatsächlich ist der Campus für die MitarbeiterInnen gedacht.
Zu Fuß oder mit dem Auto kommt man dann in einen weiteren Gebäudebereich (Adresse: 1981 Landings Dr, Mountain View, CA 94043), hier befinden sich das Visitor Center und der Google Merchandise Store. Das Visitor Center kann man nur in Begleitung eines Angestellten / einer Angestellten von Google betreten und ist für anderen BesucherInnen nicht zugänglich (schade!). Im Google Shop findet man alles, was irgendwie mit Google zu tun hat und das Herz begehrt - vom Schlüsselanhänger übers T-Shirt bis zum Chromecast. WC-Anlagen gibt es im Gebäude nur für MitarbeiterInnen, am Parkplatz stehen jedoch mobile Toiletten. Immerhin.
Das Hollywood Sign - der bekannteste Punkt auf den Hollywood Hills oberhalb von Los Angeles.
Das Hollywood Sign ist von Los Angeles gut zu sehen, die Auffahrt zum Aussichtspunkt aber gar nicht so leicht zu finden. Es gibt einen Park (Lake Hollywood Park) etwas unterhalb des Signs – wenn man so fährt, dass man diesen Park anfährt und noch ein wenig daran vorbei den Hügel hinauf, kommt man kurz danach zum Aussichtspunkt auf das Sign und auf L.A. – parken ist dort überall am Straßenrand möglich, je nach Uhrzeit aber möglicherweise nicht erlaubt, beim Park unten kann man aber parken. Aufgrund der zahlreichen Touristen empfiehlt es sich, eher am Abend hinaufzufahren. Auch ist die Anfahrt von der anderen Seite her über die Ledgewood Street bei viel Verkehr eher geeignet. Dann kommt man direkt von oben und fährt Richtung Aussichtspunkt und Park nach unten. Das Hollywood Sign kann von dort auch gut erwandert werden.